Sample Translations:
Excerpt
from: Als der Krieg zu Ende War,
by Heinrich
Böll (1917-1985)
from the anthology: Das deutsch-deutsche
Lesebuch,
published in 1989
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Source Text – Deutsch –
497 words
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Target Text – English –
559 words
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Es
wurde gerade hell, als wir an die deutsche Grenze kamen: links ein
breiter Fluß,
rechts
ein
Wald,
an
dessen Rändern man sogar erkannte, wie tief er
war; es wurde still im Waggon; langsam fuhr der Zug über
zurechtgeflickte Gleise, an zerschossenen Häusern vorbei,
zersplitterten Telegrafenmasten. Der kleine, der neben mir hockte, nahm
seine Brille ab und putze sie sorgfältig.
„Mein Gott“, flüsterte
er mir zu, „hast du die geringste Ahnung, wo wir sind?“
„Ja“, sagte ich, „der
Fluß, den du eben gesehen hast, heißt bei uns Rhein, der
Wald, den du rechts siehst, heißt Reichswald – und jetzt kommt
Kleve.“
„Bist du von hier?“
„Nein.“ Er war mir
lästig; die ganze Nacht hindurch hatte er mich mit seiner
dünnen Primanerstimme verrückt gemacht, mir erzählt, wie
er heimlich Brecht gelesen habe, Tucholsky, Walter Benjamin, auch
Proust und Karl Kraus; daß er Soziologie studieren wolle, auch
Theologie, und mithelfen würde, Deutschland eine neue Ordnung zu
geben, und als wir dann im Morgendämmer in Nijmwegen hielten und
irgend jemand sagte, jetzt komme die deutsche Grenze, hätte er
ängstlich rundgefragt, ob jemand Garn gegen zwei Zigarettenstummel
tausche, und als niemand sich meldete, hatte ich mich erboten, meine
Kragenembleme, die – glaube ich – Spiegel genannt wurden,
abzureißen und in dunkelgrünes Garn zu verwandeln; ich zog
den Rock aus und sah ihm zu, wie er sorgfältig mit einem
Stück Blech die Dinger abtrennte, sie dann auseinanderzupfte und
dann tatsächlich anfing, sich damit seine Fahnenjunkerlitzen um
die Schulterklappen herum anzunähen. Ich fragte ihn, ob ich diese
Näharbeit auf den Einfluß von Brecht, Tucholsky, Benjamin
oder Karl Kraus zurückführen dürfe oder ob es vielleicht
ein uneingestandener Einfluß von Jünger sei, der ihn
veranlasse, mit des Däumerlings Waffe seinen Rang
wiederherzustellen; er war rot geworden und hatte gesagt, mit
Jünger wäre er fertig, habe er abgerechnet; nun, als wir in
Kleve einfuhren, unterbrach er seine Näharbeit, hockte neben mir,
mit des Däumerlings Waffe in der Hand.
„Zu Kleve fällt mir
nichts ein“, sagte er, „gar nichts. Dir?“
„Ja“, sagte ich, „Lohengrin,
Margarinemarke 'Schwan im Blauband' und Anna von Cleve, eine der Frauen
Heinrichs des Achten -“
„Tatsächlich“, sagte er,
„Lohengrin – aber wir aßen zu Hause Sanella. Willst du die
Stummel nicht haben?“
„Nein“, sagte ich, „nimm sie
deinem Vater mit. Ich hoffe er wird dich ohrfeigen, wenn du mit den
Litzen auf der Schulter nach Hause kommst.“
„Das verstehst du nicht“,
sagte er, „Preußen, Kleist, Frankfurt/Oder, Potsdam, Prinz von
Homberg, Berlin.“
„Nun“, sagte ich, „Kleve war,
glaube ich, ziemlich früh schon preußisch – und irgendwo
drüben auf der anderen Rheinseite liegt eine kleine Stadt, die
Wesel heißt.“
„Gott ja“, sagte er,
„natürlich, Schill.“
„Über den Rhein sind die
Preußen nie so recht rübergekommen“, sagte ich, „sie hatten
nur zwei Brückenköpfe: Bonn und Koblenz.“
„Preußen“, sagte er.
„Blomberg“,
sagte
ich.
„Brauchst
du
noch Garn?“ Er wurde rot und schwieg.
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It was just getting light as
we reached the German border: to the left a broad river; on the right a
forest whose depth one could even discern by its edges. It became quiet
in the goods wagon. The train advanced slowly along the patched up
tracks, passing shot-up houses and splintered telegraph poles. The
youngster1
crouching next to me
took off his glasses and carefully wiped them.
“My God,” he whispered to me,
“have you got the slightest idea where we are?”
“Yes,” I
answered2,
“the river that you've just seen is
called the Rhine hereabouts: the woods on the right are known as the Reichswald;
and
now
we're
coming
to Cleves.”
“Are you from here?”
“No.” He was getting on my
nerves; all night he had been driving me nuts with his reedy
sixth-former voice; he'd been telling me how he'd secretly read Brecht,
Tucholsky, Walter Benjamin as well as Proust and Karl Kraus: that he
planned to study sociology and theology, and would help to bring about
a new social order in Germany. And as we stopped at Nijmegen just as
the dawn was breaking and someone said we'd soon be coming to the
German border, he had nervously asked around if anyone would swap some
thread for a couple of cigarette ends; and when no one had responded I
had offered to rip off my collar patches – or flashes as I believe they
were called – and turn them into dark green thread. I took off my tunic
and watched him as he carefully removed them with a piece of tin before
picking them apart and then actually beginning to stitch the officer
cadet braiding around his epaulettes. I asked him whether I could best
attribute his sewing to the influence of Brecht, Tucholsky, Benjamin or
Karl Kraus, or whether it was the unconfessed influence of Jünger
that caused
him
to
take
up
the Tom Thumb dagger3
to restore his rank. He had blushed and said that he was through
with Jünger, had completely finished with him. Now, as we pulled
into Cleves, he interrupted his sewing and crouched next to me, Tom
Thumb dagger in hand.
“Cleves brings nothing to
mind,” he said, “nothing at all. How about you?”
“Yes,” I answered,
“Lohengrin, the margarine brand 'Swan in the Blue Riband' and Anne of
Cleves, one of the wives of Henry the eighth.”
“Lohengrin!” he answered, “of
course – but we ate 'Sanella' at home. Don't you want the cigarette
butts?”
“No.” I said, “keep them for
your Dad. I hope he thumps your ear when you turn up at the house with
those braids on your shoulders.”
“You don't understand it:” he
said, “Prussia, Kleist, Frankfurt/Oder, Potsdam, Prince von Homberg,
Berlin.”
“Well,” I said, “I believe
Cleves was already Prussian pretty early on – and somewhere over there
on the other side of the Rhine there's a little town called Wesel”.
“God, yes!” he said, “Schill
– of course.”
“The Prussians never really
made it over the Rhine;” I went on, “they only ever established two
bridgeheads: Bonn and Koblenz.”
“Prussia”, he said.
“Blomberg”,
I
answered.
“Do
you
need any more thread?” He reddened and fell silent.
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Translator's Notes:
-
Böll's phrase 'der
kleine' could be rendered literally as 'the little one' or perhaps
as 'the little chap/bloke/fellow etc. However it is clear from the
further context that it is the person's inexperience and unperturbed
idealism that stands in stark contrast to the narrator's more jaded
frame of mind, so I have used 'youngster' in the English rendition to
emphasise this difference.
-
Böll's prose at this
point in the story is fairly repetitive and his frequent use of 'sagte
ich', 'sagte er' etc., whilst it works fairly well in
German, does seem more than a little bland if translated literally as
'I said', 'he said' etc., in the English rendition. I have therefore
taken the liberty of varying it slightly when it seemed appropriate to
do so. This is a matter of taste and is the sort of thing that I would
ordinarily discuss with a living author or alternatively with the
commissioning editor.
-
Böll
coins
a
whimsical
phrase
here to refer to the needle wielded by his
idealistic young comrade. His 'des
Däumerlings
Waffe'
– literally 'Tom Thumb's-' or perhaps 'Thumbling's weapon' is in
keeping with the military setting and the youthful keenness of his
companion's ridiculous wish to present himself at home in all of his
military splendour, but it seems slightly forced in English. I think
'Tom Thumb's dagger' rolls off the tongue with slightly more ease.
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Excerpt
from: Der Weg Ohne Ende,
by Johannes
Mario Simmel
(1924-2009) from the anthology Begegnung
im
Nebel
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Source Text – Deutsch –
350 words
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Target Text – English –
362 words
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Vor
ein paar Tagen ist in meinem Haus, hier in der Heide, ein Mensch
gestorben. Ich kannte ihn nicht, nie zuvor war er mir begegnet, und aus
seinem Leben erfuhr ich nur, was er im Fieber erzählte, denn er
kam schon als Kranker zu mir. Beinahe zwei Wochen lag er in diesem
Raum, phantasierte, verfiel und erkämpfte sich unter Schmerzen und
wirren Träumen seinen mühsamen Tod. Ich pflegte ihn, doch es
gelang mir nicht, ihn zu retten. Gestern habe ich ihn begraben.
Er
liegt unter einem Hügel, der sich aus der Ebene erhebt und der
bewachsen ist mit Farren, Anemonen und Rispengras. Das Grab schaufelte
ich so, daß es
der Richtung nach längs des Weges liegt, der durch die Heide
läuft, von Westen nach Osten. Sein Haupt bettete ich nach
Sonnenuntergang, wie er es gewünscht hatte, indem er sagte, er
wolle dem Morgen entgegensehen.
Es
war dies weder mein erstes Begräbnis noch der erste Mensch, den
ich sterben sah, ohne ihm helfen zu können. Denn wir sind alte
Rivalen: der Tod und ich.
Medizinisch gesehen handelte
es ich um den letalen Ausgang einer akuten Infektionskrankheit: Typhus.
Die Widerstandsfähigkeit gegen diese Krankheit ist individuell
sehr verschieden, es gibt Menschen, die, wenn sie die primäre
Krankheit eben noch überstehen, lebenslangem Siechtum verfallen
durch folgende Leiden wie Lungen-, Herzmuskel- oder
Knochenmarkentzündung, und es gibt andere, die Typhusbakterien in
Mengen beherbergen, ohne selbst auch nur zu erkranken.
Der 36jährige Robin
Guiscard – ich entnehme Alter und Namen den Dokumenten des Verstorbenen
– gehörte nicht zu diesen. Von schlechtem Allgemeinbefinden,
verbraucht und müde, wäre sein Fall in die Rubrik jener
letalen 12 bis 15 Prozent einzutragen, welche die Statistik als
Grenzforderung des Todes erkannt hat. Robin Guiscard starb. Er starb
trotz meiner vielfachen Versuche, sein Leben zu bewahren, trotz Chinin
und Antipyrin, trotz äußerster Sauberkeit und aller
Diäten, trotz meiner Devotion vor den überkommenden
Heilmethoden der Literatur. Er starb zuletzt, nachdem er durch Tage in
einem entsetzlichen Ringen um die Erhaltung seines Lebens gelegen war,
ohne Protest, fast wie zufrieden mit einem Ausweg, der sich für
ihn ergeben hatte, beinahe glücklich, in der Tat beruhigt.
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A few days ago a person died
in my house, here on the heath. I did not know him, had never met him
before, and of his life's story I only gathered as much as he blurted
out in his delirium, as he had already been sick when he came to me. He
lay in this room for nearly two weeks, fantasising, declining and
fighting his way through pain and confused dreams to his laborious
death. I nursed him but I could not save him. I buried him yesterday.
He is lying under a hillock
rising out of the plain covered in ferns, anenomes and meadow-grass. I
dug the grave parallel with the track that cuts across the heath from
East to West. In accordance with his wishes I positioned his head
towards the sinking sun; he had said he wanted to lie facing the
morning.
This was neither my first
burial nor the first time I had seen a person die without being able to
help him. For we are old rivals; death and I.
From the medical perspective
it was the fatal result of an acute contagion: typhus. The ability to
survive this illness is individually highly variable. There are those
who, having only just survived the primary infection, subsequently
succumb to chronic complications like inflammations of the lungs,
heart, or bone marrow; and others who harbour millions of typhus
bacteria without themselves ever falling ill.
The 36
year old Robin Guiscard – whose name and age I gleaned from his
documentation – was not one of these. Of feeble constitution, worn out
and tired, his belongs in the category of the 12 to 15 percent of fatal
cases, recognised statistically as death's minimum toll. Robin Guiscard
died. He died in spite of my many attempts to preserve his life;
despite quinine and antipyrin; regardless of spotless hygiene and all
the diets; despite my genuflection1
before the traditional remedies of the medical literature. He died in
the end, after having lain for days in an appalling struggle for his
life, without protest, almost at peace with the way out that had opened
up for him, almost happy; calm in fact.
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Translator's Notes:
-
The
use of the German word 'Devotion' conjures up a feeling of quasi
religious reverence for the traditional medical literature. I might
have rendered this as 'prostration' or 'kowtowing' but these seemed a
bit strong.
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Excerpt
from: Drei Männer im
Schnee,
by Erich
Kästner
(1899-1974) published in 1934
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Source Text – Deutsch – 335
words
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Target Text – English
–377 words
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Dienstboten
unter
sich
und
untereinander
„Machen Sie nicht soviel
Krach!“ sagte Frau Kunkel, die Hausdame. „Sie sollen kein Konzert
geben, sondern den Tisch decken.“
Isolde, das neue
Dienstmädchen, lächelte fein.
Frau Kunkels Taftkleid
knisterte. Sie schritt die Front ab. Sie schob einen Teller zurecht und
zupfte an einem Löffel. „Gestern gab es Nudeln mit Rindfleisch“,
bemerkte Isolde melancholisch. „Heute weiße Bohnen mit
Würstchen. Ein Millionär sollte eigentlich einen eleganteren
Appetit haben.“
„Der Herr Geheimrat
ißt, was ihm schmeckt“, sagte Frau Kunkel nach reiflicher
Überlegung.
Das neue Dienstmädchen
verteilte die Mundtücher, kniff ein Auge zu, das getroffene
Arrangement zu überprüfen, und wollte sich entfernen.
„Einen Augenblick noch!“
meinte Frau Kunkel. „Mein Vater, Gott hab' ihn selig, pflegte zu sagen:
'Auch wer morgens dreißig Schweine kauft, kann mittags nur ein
Kotelett essen.' Merken Sie sich das für Ihren ferneren Lebensweg!
Ich glaube kaum, daß Sie sehr lange bei uns bleiben werden.“
„Wenn zwei Personen dasselbe
denken, darf man sich etwas wünschen“, sagte Isolde verträumt.
„Ich bin keine Person!“ rief
die Hausdame. Das Taftkleid zitterte.
Dann knallte die Tür.
Frau Kunkel zuckte zusammen
und war allein. - Was mochte sich Isolde gewünscht haben? Es war
nicht auszudenken!
Das Gebäude, von dessen
Speisezimmer soeben die Rede war, liegt an jener alten,
ehrwürdigen Allee, die von Halensee nach Hundekehle führt.
Jedem, der die Straße auch nur einigermaßen kennt, wird die
Villa aufgefallen sein. Nicht weil sie größer wäre,
noch feuervergoldeter und schwungvoller als die anderen.
Sie fällt dadurch auf,
daß man sie überhaupt nicht sieht.
Man blickt durch das
zweihundert Meter lange Schmiedegitter in einen verschneiten Wald, der
jegliche Aussage verweigert. Wenn man vor dem von ergrauten
Steinsäulen flankierten Tore steht, sieht man den breiten Fahrweg
und dort, wo er nach rechts abbiegt, ein schmuckloses, freundliches
Gebäude: das Gesindehaus.
Hier wohnen die
Dienstmädchen, die Köchin, der Chauffeur und die
Gärtnersleute. Die Villa selber, die toten Tennisplätze, der
erfrorene Teich, die wohltemperierten Treibhäuser, die unterm
Schnee schlafenden Gärten und Wiesen bleiben unsichtbar.
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Servants
together
and
alone
“Don't make so much noise!”
said Mrs. Kunkel, the housekeeper. “You're meant to be setting the
table, not giving a concert”.
Isolde, the new maid, smiled
thinly.
Mrs Kunkel's taffeta dress
rustled. She march up and down the front. She nudged a plate into
position and plucked at a spoon. “Beef and noodles Yesterday;” remarked
Isolde dolefully, “haricot beans and sausages today. You'd think a
millionaire would have a more refined appetite.”
“His honour1 eats
whatever
he
likes”,
said
Mrs Kunkel after much consideration.
The new maid distributed the
napkins, shut one eye to check the arrangement, and made to leave.
“Just a moment!” said Mrs
Kunkel. “My father, God rest his soul, used to say: 'even them as buy
thirty pigs in the morning, can only eat one chop for lunch'. Bear that
in mind as you go through life. I hardly believe you'll be with us much
longer”.
“When two people think the
exact same thing you can make a wish”, said Isolde dreamily.
“I am not people!”
the housekeeper bellowed. The taffeta dress quivered.
Then the door slammed.
Mrs Kunkel winced and stood
alone. What might Isolde have wished for? It did not bear thinking
about!
The building, the dining
room of which was the scene of the foregoing discussion, is situated on
that respectable old avenue that leads from Halensee to Hundekehle.
Anyone,
even
slightly
acquainted
with the street, will have noticed the
villa. Not because it is bigger or has more panache or is more gilt
edged than the others.
It is noticeable in as much
as one does not see it at all.
One peers through the two
hundred meter long wrought iron fence into a snowy forest that provides
no clues whatsoever. Standing in front of the gate, flanked as it is by
faded stone pillars, one sees a broad driveway and there, where it
curves round to the right, a plain, friendly building: the servants'
quarters.
The
maids, the cook, the chauffeur and the gardeners all live here. The
villa itself, the deserted2
tennis courts, the frozen pond, the carefully heated3 greenhouses, the gardens
under their blanket of snow and the meadows, remain hidden from view.
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Translator's
Notes:
-
The actual translation of Geheimrat
is privy councillor, however for the past several hundred years it has
been used as a non specific honorific title with no English equivalent.
The plot of this novel revolves around the fact that the Geheimrat
in question is a millionaire, not that he bears this particular
honorific title. I have therefore used 'his honour' as a similarly non
specific title but other possibilities certainly exist.
-
The German original referred
to 'dead tennis courts' but that seems a bit gloomier and more final in
English than I think was the author's intention.
-
The
German wohltemperiert has overtones of being finely tuned or
carefully adjusted, but with the exception of those familiar with J.S.
Bach's Das Wohltemperierte Klavier, most English readers would
probably miss the significance of this, which is why I opted for the
simpler 'carefully heated'.
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Excerpt
from: Ich denke oft an
Piroschka,
by Hugo
Hartung
(1902-1972) published in 1954
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Source
Text
–
Deutsch
–
397 words
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Target
Text
–
English
–
463 words
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Das Rosinenmädchen
Ich denke oft an Piroschka.
Oft höre ich ihre Stimme, nachts: „Kérem, Andi! mach
Sígnal!“, und meine, ihre drollige Stirnlocke an meinem Gesicht
zu spüren. Aber dann werde ich wach …
Wie es dazu kam – das freilich kann ich
nicht in jedem Traum wiederholen. Es ist eine zu lange Geschichte. Doch
einmal muß sie
erzählt werden. Inzwischen hat sich ja so viel geändert da
unten in Ungarn. Vielleicht hat Piroschka selbst wieder eine Piroschka,
die heute so alt ist, wie sie damals gewesen ist. Ich darf es jetzt
erzählen – alles! Ganz von Anfang an. - So hat es begonnen:
Die Julisonne glühte, und Reiher
stiegen aus dem Schilf zu dem fast schmerzhaft leuchtenden
Himmelsgewölbe auf. Die 'Kommilitonen' – ich haßte dieses gespreizte Wort –
saßen drunten im Speisesaal und spielten Skat, weil einer aus
seinem Reiseführer vorgelesen hatte, die Stromstrecke sei hier auf
einige Hundert Kilometer ziemlich langweilig. Langweilig – diese Landschaft des letzten
Schöpfungstages: mit Himmel, Wasser, Schilf und Vogelschwingen …
Wir lagen auf Liegestühlen an Deck,
die ziemlich dicht beieinander standen. Am Bug saßen auf Klapphockern deutsche
Touristen, eine kleine Reisegesellschaft. Ihre männlichen
Teilnehmer trugen hellblaue, etwas verschrumpelte Leinenjacketts.
Leicht gezogen und hitzematt begann die Gesellschaft zu singen: 'Warum
ist es am Rhein so schön?'
Das verdroß mich. Ich wollte nicht
wissen, warum es am Rhein so schön sei, solange ich auf der Donau fuhr. Aus
meiner halb sitzenden Stellung legte ich mich lang zurück – der
Liegestuhl war auf die unterste Kerbe eingestellt -, um nur noch die
blaue Unendlichkeit über mir zu haben. Es war aber noch etwas
anderes über mir. Ein spitzer, modischer Damenabsatz stieß
mich ein wenig gegen den Hinterkopf. Ich sagte: „Pardon“, obwohl ich an
diesem Zwischenfall eigentlich unschuldig war, wandte meinen Kopf
leicht nach oben und sah ein verwirrend anmutiges Bein, das eilig
zurückgezogen wurde.
Angesichts der
Internationalität des Reisepublikums – man hörte Englisch,
Ungarisch, Tschechisch außer der Sprache der Rheinsüchtigen
Landsleute – kam mir mein Ausdruck vorzüglich gewählt vor.
Ich dachte an die Ratschläge, die Vater mir beim Abschied gegeben
hatte: im Ausland die Mitte des Verhaltens, gleich entfernt von
Anmaßung und Servilität, zu wahren. Das anmutige Bein hatte
zwar nicht geantwortet, aber es würde meine gebildete
Entschuldigung verstanden haben. Die Bugbesatzung stimmte 'Zu Mantua in
Banden' an. Das hatte noch mehr Strophen als die Rheinfrage. Ach Gott,
wie singt ihr schlecht!
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The Raisin Girl
I often think about
Piroschka. I often hear her voice at nights: “Kérem, Andi! Do
the Sígnal!“, and can almost feel her funny little forelock on
my face. But then I wake up ...
How it got to that – that,
of course, is something that I cannot repeat in every dream. The story
is too long. And yet, it has to be told at some point. So much has
changed down in Hungary in the meantime. Piroschka might have her own
little Piroschka these days, about the same age now, as she herself was
at that time. Now I can tell it – everything! Right from the start.
This is how it began:
The July sun was beating down, while
herons ascended from the reeds towards the almost painfully luminous
canopy that was the sky. My fellow 'scholars' – I hated that pompous
word – were sitting in the mess below decks playing cards, because one
of them had read aloud from his tourist guide that this stretch of
river was pretty boring for the next few hundred kilometres. Boring!
This landscape, minted on the final day of creation1: with sky, water, reeds and bird wings ...
We were lounging on deck in
closely packed deckchairs. A group of German tourists, travelling
together, were sitting on folding chairs at the prow, the men in light
blue, crumpled linen jackets.
Wilting
in the heat, the group lapsed into a slow, lingering rendition of: 'Why
is it so Beautiful on the Rhine?'
That annoyed me. As long as
I was sailing down the Danube I had no wish to know why it was so
beautiful on the Rhine. From my half sitting position I leaned right
back – the deckchair was set at the lowest notch -, so that I would
have nothing but blue infinity above me. But there was something else
over me. I was prodded lightly in the back of the head by a pointy,
fashionably high stiletto heel. “Pardon”, I said, although the incident
involved no fault on my part, tilted my head slightly and glimpsed a
disconcertingly graceful leg that was quickly pulled back.
My
expression, I thought, seemed particularly well chosen, given the
international makeup of the travelling public – one could hear English,
Hungarian and Czech as well as the language of my Rhine-addicted
landsmen. I remembered the advice my father had given me at our
parting: when abroad, always seek the middle road between arrogance and
servility. True enough the graceful leg had declined to respond, but it
will certainly have understood my erudite apology. The crew in the prow
launched into 'Off to Mantua with the Gang'. That had even more verses
than the Rhine question. God! Your singing is awful!
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Translator's Notes:
-
To
render this as 'minted on the final day of creation' might seem to be
taking a bit of a liberty, but a literal translation of the German –
this landscape of the last creation day – seems too clumsy in English,
however well it rolls off the tongue in German.
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Excerpt
from: Die Nacht von Lissabon,
by Erich
Maria Remarque
(1898-1970) published in 1964
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Source Text – Deutsch –
462
words
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Target Text – English
– 502 words
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Ich
starrte auf das Schiff.
Es lag ein Stück vom Kai entfernt, grell beleuchtet, im Tejo.
Obschon ich seit einer Woche in Lissabon war, hatte ich mich noch immer
nicht an das sorglose Licht dieser Stadt gewöhnt. In den
Ländern, aus denen ich kam, lagen die Städte nachts schwarz
da wie Kohlengruben, und eine Laterne in der Dunkelheit war
gefährlicher als die Pest im Mittelalter. Ich kam aus dem Europa
des zwanzigsten Jahrhunderts.
Das
Schiff war ein
Passagierdampfer, der beladen wurde. Ich wußte, daß es am
nächsten Abend abgehen sollte. Im harten Schein der nackten
elektrischen Birnen wurden Ladungen von Fleisch, Fisch, Konserven, Brot
und Gemüse verstaut; Arbeiter schleppten Gepäck an Bord, und
ein Kran schwang, Kisten und Ballen so lautlos herauf,
als wären sie ohne Gewicht. Das Schiff rüstete sich zur
Fahrt, als wäre es eine Arche zur Zeit der Sintflut. Es war
eine Arche. Jedes Schiff, das in diesen Monaten des Jahres 1942 Europa
verließ,
war eine Arche. Der Berg Ararat war Amerika, und die Flut stieg
täglich. Sie hatte Deutschland und Österreich seit langem
überschwemmt und stand tief in Polen und Prag; Amsterdam,
Brüssel, Kopenhagen, Oslo und Paris waren bereits in ihr
untergegangen, die Städte Italiens stanken nach ihr, und auch
Spanien war nicht mehr sicher. Die Küste Portugals war die letzte
Zuflucht geworden für die Flüchtlinge, denen Gerechtigkeit,
Freiheit und Toleranz mehr bedeuteten als Heimat und Existenz. Wer von
hier das Gelobte Land Amerika nicht erreichen konnte, war verloren. Er
mußte verbluten im Gestrüpp der verweigerten Ein- und
Ausreisevisen, der unerreichbaren Arbeits- und
Aufenthaltsbewilligungen, der Internierungslager, der Bürokratie,
der Einsamkeit, der Fremde und der entsetzlichen allgemeinen
Gleichgültigkeit gegen das Schicksal des einzelnen, die stets die
Folge von Krieg, Angst und Not ist. Der Mensch war um diese Zeit nichts
mehr; ein gültiger Paß alles.
Ich
war nachmittags im
Kasino von Estoril gewesen, um zu spielen. Ich besaß noch einen
guten Anzug, und man hatte mich hineingelassen. Es war ein letzter,
verzweifelter Versuch gewesen, das Schicksal zu bestechen. Unsere
portugiesische Aufenthaltserlaubnis lief in wenigen Tagen ab, und Ruth
und ich hatten keine anderen Visa. Das Schiff, das im Tejo lag, war das
letzte, mit dem wir in Frankreich gehofft hatten, New York zu
erreichen; aber es war seit Monaten ausverkauft, und uns hätten,
außer der amerikanischen Einreiseerlaubnis, auch noch über
dreihundert Dollar Fahrgeld gefehlt. Ich hatte versucht, wenigstens das
Geld zu bekommen, in der einzigen Art, die hier noch möglich war –
durch Spielen. Es war sinnlos gewesen, denn selbst wenn ich gewonnen
hätte, hätte immer noch ein Wunder geschehen müssen, um
auf das Schiff zu kommen. Doch auf der Flucht und in Verzweiflung und
Gefahr lernt man, an Wunder zu glauben; sonst würde man nicht
überleben.
Ich
hatte von den
zweiundsechzig Dollars, die wir noch besessen hatten,
sechsundfünfzig verloren.
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I stared at the ship.
Gaudily lit up, it was lying some way off the quay, in the river Tejo.
Although I had been in Lisbon for a week, I still was not used to the
carefree light of this city. The towns in the countries from which I
had come were as black as mine shafts at nights, and a lamp in the dark
was more dangerous than the plague in the Middle Ages. I had come from
twentieth century Europe.
The ship was a passenger
steamer that was being loaded up. I knew that it was supposed to depart
on the following evening. A cargo of meat, fish, tinned foods, bread
and vegetables was being stowed under the stark glare of naked electric
lights. Workers were carrying luggage on board and a crane hoisted
crates and bales as quietly as if they were weightless. The ship was
preparing for its voyage as if it were an ark at the time of the
Biblical flood. It was an ark. Every ship that set off from Europe
during these months in the year 1942 was an ark. Mount Ararat was
America and the waters were rising daily. Germany and Austria had
already been submerged for a long time and in Poland and Prague the
flood was knee-deep; Amsterdam, Brussels, Copenhagen, Oslo and Paris
had already sunk in it; Italy's towns stank of it, and Spain was no
longer safe. The coast of Portugal was the last haven for the refugees,
for whom justice, liberty and tolerance meant more than home and
livelihood. Anyone who could not reach America, the promised land, from
here, was lost. He would bleed dry in the tangle of refused entry and
exit visas, unattainable work and residence permits, internment camps,
bureaucracy, loneliness, alienation1 and
the
appalling
general
indifference
to the fate of the individual, which
always follows in the wake of war, fear and adversity. At that time a
human being meant nothing; a valid passport everything.
I had been gambling at the Casino in
Estoril that afternoon. I still owned a decent suit and they had let me
in. It had been a final desperate attempt to bribe fate. Our Portuguese
residents' permits would elapse a few days later and Ruth and I had no
other visas. Back in France, the ship now at anchor in the Tejo, was
the last with which we had hoped to reach New York; but it had been
booked up for months and, apart from American entry visas, we also
lacked the three hundred dollar fare. I had at least tried to get the
money in the only way still possible here – gambling. It was senseless;
even if I had won, it would still have taken a miracle to get aboard
the ship. Yet on the run, in desperation and danger, you learn to
believe in miracles; you would not survive if you did not.
Of
the sixty two dollars we
had still owned, I had lost fifty six.
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Translator's Notes:
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Alienation
is
not
the
correct
translation for die Fremde, which in the
current context could perhaps be translated as 'the unknown'. To use
that translation in this sentence however would break up the flow and
'alienation' works very well rhythmically and fits with the context.
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Excerpt
from: Oberst von Steuben -
des großen Friedrich Adjutant,
by Albert
Emil Brachvogel
(1824-1878) published in ?
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Source Text – Deutsch –
421
words
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Target Text – English
– 473 words
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Bei Treptow
Am
Abend des 20. Oktober 1791 saß im
ehemals herzoglichen Schloß zu Treptow an der Rega der
preußische General von Knobloch mit den Herrn seines Stabes und
dem Oberst Koch, Stadtkommandant von Treptow und Chef des dortigen
Infanterieregiments, beisammen. Der dichte Rauch ihrer kurzen
holländischen Pfeifen und der kräftige Duft einer Grogbowle
erfüllten das dreifenstrige getäfelte Zimmer. Aber Rauchen
und Trinken waren an diesem unfreundlichen Herbstabend für die
fünf Herren nur eine mechanische Beschäftigung, an der das
Bewußtsein keinen Anteil hatte. Alle ihre Gedanken galten der vom
General geleiteten Besprechung der militärischen Lage und der auf
dem Tisch zwischen ihnen ausgebreiteten Karte des Geländes um die
Festung Kolberg und befestigte Hafenstädtchen Treptow. Mittels
dieser erläuterte der Generalstabsoffizier Leutnant Friedrich von
Steuben die augenblicklichen Stellungen von Freund und Feind.
Es war etwa anderthalb Jahre
vor Beendigung des siebenjährigen Ringens Friedrichs des
Großen gegen die gewaltigsten Nationen des europäischen
Kontinents. Die Sache Preußens stand in jenem Herbst sehr
schlecht. Härter als je zuvor wurde König Friedrich von der
Übermacht seiner mächtigen Gegnerinnen bedrängt - der
„drei Unterröcke“, wie er spottend zu sagen pflegte.
Gefährlicher noch als Maria Theresia mit dem deutschen Reichsheer
und die Truppen des von der ehrgeizigen Madame de Pompadour
beherrschten schwachen Königs Ludwigs XV. von Frankreich war
für Preußen die russische Zarin Elisabeth mit ihrem
fanatischen Preußenhaß, dem die unerschöpflichen
Hilfsquellen des riesigen Rußland zu Gebote standen. Abgesehen
von den anderen russischen Streitkräften, die Preußen
bedrohten, war im Spätsommer eine starke russische Flotte unter
dem Grafen Romanzow vor Kolberg erschienen und hatte ein großes
Belagerungskorps von etwa 16.000 Mann gelandet. Man munkelte aber, die
russische Flotte hätte im ganzen 25.000 Mann mitgebracht, von
denen 9.000 auf den Schiffen zurückgeblieben seien, um je nach
Gelegenheit an irgendeinem günstigen Punkte zwecks eines
Ablenkungsmanövers zu landen, womit dann die russische
Übermacht dort verhängnisvoll geworden wäre.
Um diese zweite Landung zu
verhindern, war von den Truppen des Generals von Platen die Brigade des
Generals von Knobloch in das kleine, schwach befestigte
Hafenstädtchen Treptow abkommandiert worden. Außerdem aber
hatte sie noch eine andere schwere Aufgabe: mit seinen wenigen Truppen
in Gesamtstärke von 2.000 Mann Infanterie und Kavallerie sollte
der General auch die Lebensmittelzufuhr für die Kolberg an der
Landseite deckenden Truppen des Generals von Platen und des Prinzen
Eugen von Württemberg schützen. Da die nächste Umgebung
längst ihr Letztes hergegeben hatte und man das Notwendige weither
beschaffen mußte, so war der General von Knobloch gezwungen,
seine Abteilung in immer dünneren, längeren Linien
auseinanderzuziehen, wobei natürlich Treptow nicht ohne
genügenden Schutz bleiben durfte.
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Near Treptow
On the evening of the 20th of
October 1791 the Prussian General von Knobloch was sitting in the
palace and former ducal residence at Treptow on the Rega together
with his staff officers and Colonel Koch, town governor of Treptow and
chief of the local infantry regiment. The three windowed, panelled room
was filled with the thick smoke from their short Dutch pipes and the
strong aroma of a grog-punch. But smoking and drinking were nothing
more than an unconscious mechanical activity for the five men on this
inclement Autumn evening. Their attention was riveted by the General's
exposition of the military situation, and the map of the terrain around
the stronghold of Kolberg and the fortified seaport of Treptow, that
was spread out on the table between them. General staff officer
Lieutenant Friedrich von Steuben was using it to explain the current
positions of friend and foe.
It was about a year and a
half before the end of Friedrich the Great's seven year struggle
against the most powerful nations of the European continent. The
Prussian cause looked precarious that Autumn. King Friedrich was being
pressed harder than ever before by his all-powerful female adversaries
– the 'three petticoats', as he mockingly liked to say. Even more
dangerous for Prussia than Maria Theresia with the imperial German
army, and the troops of the weak King Louis XV of France, who was under
the control of the ambitious Madame de Pompadour, was the Russian
Tzarina Elizabeth with her fanatical Prussian-hatred to which she could
commit the inexhaustible resources of the gigantic Russia. Apart from
the other Russian forces threatening Prussia, a powerful Russian fleet
commanded by Count Romanzov had appeared off Kolberg in late Summer and
landed a siege force of 16,000 men. It was rumoured however that the
Russian fleet had brought a total of 25,000 men of whom 9,000 had
stayed on board the ships to be landed as a feint at some favourable
spot should the opportunity arise, whereby the Russian superiority in
that area would have become fatal.
General von Knobloch's
brigade had been redeployed from General von Platen's forces to the
small, weakly fortified seaport of Treptow, to prevent this second
landing. But in addition to that they had another difficult task: with
his handful1 of troops of a combined strength of
2,000 infantry and cavalry, the General was required to protect the
food supply lines for General von Platen's and Prince Eugen von Württemberg's forces, which were covering the
land approach to Kolberg. As the resources of the immediate area had
long ago been used up, so that the necessary materials had to be
procured over a great distance2, General von Knobloch was continually forced to
stretch his division in narrower and longer lines, whereby of course
Treptow could not be left without sufficient protection.
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Translator's Notes:
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The literal translation for
the German “mit seinen wenigen Truppen” would be “with his few
troops” but my rendering “with his handful of troops” sounds more
English to me.
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“Weither”
really
means
“from
a
long way away” but again this sounded a bit
stilted for my tastes.
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